Koineisierungs- und Standardisierungsprozesse spielen bei der Herausbildung, Konsolidierung und Veränderung der historischen Einzelsprachen eine ebenso wichtige Rolle wie bei ihrer Destabilisierung.
Sie führen ja nicht allein zur Herausbildung neuer Varianten und Varietäten, sondern betreffen stets auch – und vor allem – das Varietätengefüge als Ganzes. Beide Komplexe sind – zumal in einer historischen Perspektivierung – eng verbunden und konditionieren sich nicht selten gegenseitig: Gerade deshalb werden sie jedoch von der Sprachwissenschaft nicht immer mit der nötigen Schärfe geschieden.
Obwohl in der letzten Zeit die Untersuchung von Koineisierungs- und Standardisierungsprozessen wieder verstärkt in das Blickfeld der Forschung rückte, bleiben weiterhin Fragen zur Trennschärfe der Konzepte offen; oftmals wurde auch eine adäquate Zuordnung der historischen Gegebenheiten zu diesen Konzepten vernachlässigt.
Die Sektion will es sich daher zur Aufgabe machen, die Begrifflichkeiten, die komplexen Phänomene, Strukturen und Prozesse im Rahmen spezifischer Fragestellungen und Exemplifizierungen mit vorrangigem Bezug auf die Romania zu beleuchten; dazu gehören:
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