Die Vielfalt und Verbreitung ironischer Kommunikationsverfahren und -formen ist ein fester Bestandteil der europäischen Kommunikationskultur. Dieses komplexe Phänomen soll im Rahmen der vorgeschlagenen Sektion im Hinblick auf seine zahlreichen Aspekte diskutiert werden. Zwei Perspektiven sind hier von besonderer Bedeutung:
Zum einen stellt sich die Frage, wie Ironie zustande kommt, insbesondere welche sprachlich-kommunikativen Mechanismen dazu verwendet werden können, spezifisch polyphonische Redekonstellationen des ironischen Sprachgebrauchs zu markieren. Darüber hinaus ist auch die Interaktion der Ironie mit textlinguistischen und argumentativen Elementen der Kommunikation von Interesse.
Zum anderen möchten wir in der Sektion die vielfältigen Funktionen der Ironie in unterschiedlichen Diskursen und Textsorten besprechen, denn ironische Sprachverwendungen sind sowohl in literarischen Texten relevant, vor allem wenn dialogische Kommunikationsformen dargestellt werden, spielen aber auch im politischen Bereich oder in der Alltagssprache, bisweilen sogar in der Fach- und Berufskommunikation eine wesentliche Rolle. Damit soll die funktional-pragmatische Seite des Phänomens Ironie zum Tragen kommen.
In den sprach- oder literaturwissenschaftlich ausgerichteten Beiträgen sollten eine oder mehrere romanische Sprachen berücksichtigt werden. Ebenfalls willkommen sind Beiträge, in denen ein (Übersetzungs)vergleich mit der deutschen oder anderen Sprachen durchgeführt wird.
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